Grecia:
Die kleine Stadt Grecia befindet sich 20 km von Alajuela entfernt. Mit dem Auto erreichen Sie Grecia in circa 20 Fahrminuten und mit dem Bus in circa 30 Minuten. Eine Haltestelle befindet sich ca. 350 m vom Hotel Coconut House entfernt oder ab Alajuela Zentrum.
Busabfahrt: täglich alle 30 Minuten
World of Snakes
Eintritt inkl. Führung in Deutsch, Englisch oder Spanisch US$ 11,-
Geöffnet: täglich con 8.00 bis 16.00 Uhr
Für weitere Informationen:
www.theworldofsnakes.com
Los Trapiches -
Traditionelle Zuckerherstellung in Santa Gertrudis Sur bei Grecia
Sonntags 9.00 bis 15.00
Eintritt 2,-US$
Für weitere Informationen: ++506-441
6656
Die Trapiche-Tour
Um die Tradition der Trapiches (Zuckerrohrpressen) aufrecht zu
erhalten, wird hier in der La Hacienda Los Trapiches jeden Sonntag
der vollständige Herstellungsprozess gezeigt; das Pressen wird ab
8 Uhr morgens durchgeführt, gegen 10 Uhr vormittags beginnt der
Herstellungsprozess der Melassen und gegen 11:00 Uhr wird der "Sobao",
die "Melcocha" und der Rohzucker hergestellt. Die Zuschauer können
den gesamten Ablauf an einem Ort besichtigen, welcher unter
Beachtung aller hygienischen und Sicherheitsaspekte besonders zu
diesem Zwecke hergerichtet wurde.
Der Prozess zur Herstellung des Rohzuckers beginnt mit der Ernte
des Zuckerrohrs, welches entsprechend reif sein muss, um den
erforderlichen Zuckergehalt aufzuweisen. Für gewöhnlich wird das
Zuckerrohr Samstags geschnitten.
Eingeleitet wird der Prozess, indem das Wasser dem Wasserrad
zugeleitet wird, und nachdem sich die einzelnen Schaufeln des
Rades mit Wasser gefüllt haben, beginnt sich dieses zu drehen. Die
Drehungen des Wasserrades wiederum setzen die "Catalina" in
Bewegung, ein anderes großes Rad, dessen Zahnräder die schweren
Metallmassen der Zuckerpresse bewegen. Zum Ausquetschen werden die
Zuckerrohre einzeln in den Trapiche eingeführt, und der süße Saft
wird über eine Rinne in einen der Metallkessel geleitet. Auf der
anderen Seite wird die Bagasse eingesammelt, also die
zerquetschten Rohrreste, und zum Trocknen in die "Troja" gelegt;
die getrocknete Bagasse wird dann später als Brennmaterial zur
Befeuerung der "Hornilla" (Ofen) genutzt.
Nachdem ausreichend Saft für einen Arbeitsdurchgang ("Una Tarea"),
zusammengekommen ist, also die Menge, die nötig ist, um die Kessel
zu füllen, zündet der Heizer ("Hornero") die aus Ziegelsteinen
gebaute Hornilla an, um die Herstellung des Rohzuckers zu
beginnen. Auf der Hornilla befinden sich eine Reihe von großen
Metallkesseln in welchen der Saft so lange eingedickt wird, bis er
sich in Zuckersirup verwandelt hat.
Sobald der Zuckerrohrsaft sich zu erwärmen beginnt, wird er mit
pflanzlichem Schleim des Guácimo- oder des Mozotebaums vermengt.
Dies erlaubt es, sämtliche Verunreinigungen, wie Reste von
Blättern, Wurzeln oder ähnlichem, aus dem Saft zu binden und zu
entfernen.
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Wenn der Saft zu verdampfen beginnt,
breitet sich überall ein angenehmer Duft nach Melasse aus und der
Zuckersirup in den Kesseln bekommt eine karamellähnliche Färbung
und eine klebrige Beschaffenheit. Der Zuckerkocher ("mielero")
muss ständig die Temperatur der Hornilla kontrollieren und die
Beschaffenheit der Melasse überprüfen; er tut dies, indem er seine
angefeuchtete Hand in den Kessel steckt, wo in der kochenden
Melasse Blasen aufsteigen, um sie anschließend sofort in einen
Eimer mit kaltem Wasser zu stecken, wo dann der Zucker
kristallisiert. Dies wiederholt der Zuckerkocher so lange bis er
sieht, dass die Melasse die richtige Beschaffenheit erreicht hat
und mit der Herstellung der verschiedenen Endprodukte des Trapiche
begonnen werden kann.
Bevor die Endprodukte hergestellt werden können, müssen die
entsprechenden Arbeitsbereiche vorbereitet worden sein. Für die
Melcochas wird die Melasse auf eine angefeuchtete und saubere
Zementfläche gegossen und Erdnüsse, Mandeln und andere Zutaten
hinzugefügt, um ihren Geschmack anzureichern. Wenn sie anfängt
abzukühlen, wird die gesamte Masse zu einem einzigen Klumpen
geformt und der "Melcochero" beginnt mit der harten Arbeit, diesen
Klumpen abzukühlen und dabei Luft einzuarbeiten. Dazu bedient er
sich eines "Garabato", eines an einem Pfosten befestigten großen
Hakens, auf dem der Klumpen ruht und von wo er die Masse wieder
und wieder auszieht und wieder zurückknetet, so lange bis die
Masse erhärtet und mit einem leichten Klopfen gebrochen werden
kann.
Währenddessen arbeitet der "Sobadero" an einem Trog, in welchen
auch Melasse gegossen wurde und fügt ebenfalls Erdnüsse und
Mandeln hinzu. Mit einem großen Holzlöffel rührt er gründlich die
angereicherte Melasse um, bis sich eine große, harte und gelbliche
Masse bildet, der "Sobao".
Die restliche Melasse wird zur Produktion der "Tapas" aus
Rohzucker verwendet. Die Gießformen können von unterschiedlicher
Größe sein und bestehen aus in dicke Holzbalken eingearbeitete
Vertiefungen in Form eines gekappten Kegels. Sie müssen
angefeuchtet werden bevor die Melasse eingegossen wird. Nachdem
die Melasse in den Gießformen abgekühlt ist, wird das gesamte
Holzstück in einen Wassertrog getaucht, um das Herausnehmen der
Rohzucker-Tapas zu erleichtern.
Wie kann man anreisen?
Die Hacienda Los Trapiches liegt in der ausgesprochen sauberen
Stadt Grecia, in Santa Getrudis Sur.
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